1. Kursperiode

Dirigieren

22.07.2019 - 27.07.2019

Bruno Weil

Sprachen: Deutsch, Englisch

Bruno Weil hat sich sowohl als Gastdirigent bedeutender internationaler Orchester als auch in zahlreichen CD–Aufnahmen den Ruf als einer der weltweit führenden Dirigenten auf dem Gebiet der Wiener Klassik erworben. Er dirigierte u. a. die Berliner und Wiener Philharmoniker, die Dresdner Staatskapelle, die Bamberger Symphoniker, die Wiener Symphoniker, das Boston Symphony Orchestra, das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das Orchestre Symphonique de Montréal, das Orchestre National de France, das NHK Orchestra Tokyo, das Sydney Symphony Orchestra sowie das St. Paul Chamber Orchestra.

Als einer der letzten Meisterschüler von Hans Swarowsky kam Bruno Weil über Kapellmeisterposten an den Staatstheatern in Wiesbaden und Braunschweig als damals jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands nach Augsburg. Bis Ende des Jahres 2001 war er Generalmusikdirektor der Stadt Duisburg. Bruno Weil war künstlerischer Leiter der Cappella Coloniensis, und ist Principal Guest Conductor des Tafelmusik Baroque Orchestra, Toronto.

Er dirigierte Opernproduktionen u. a. an der Wiener Staatsoper, an der Deutschen Oper Berlin, an der Dresdner Semper-Oper, an der Kölner Oper, am Teatro communale di Bologna und an der Hamburgischen Staatsoper. 1992 gab er mit „Così fan tutte“ sein Debüt beim Glyndebourne Festival. Seit 1982 war er ständiger Gast bei den Salzburger Festspielen, wo er 1988 für den erkrankten Herbert von Karajan drei Vorstellungen von Mozarts „Don Giovanni“ leitete.

Mit dem kanadischen Tafelmusik Orchestra und dem Orchestra of the Age of Enlightenment enstand für Sony Classical eine große Anzahl von CDs, die von der Kritik begeistert aufgenommen wurden. Die Einspielung der Symphonien Haydns, der späten Messen Haydns, von Haydns „Schöpfung“ und der Klavierkonzerte Beethovens haben Maßstäbe gesetzt. Aber auch als Schubert-Interpret von Rang hat sich Bruno Weil einen Namen gemacht. Neben der Einspielung der Symphonien („Stern des Monats“, Fono Forum) ist vor allem auch die Edition sämtlicher Messen Schuberts auf große Resonanz gestoßen. Bruno Weil erhielt inzwischen fünf „Echo“-Preise, so u.a. für seine Einspielungen der Oper „Endimione“ von J.Chr. Bach (Deutsche Harmonia Mundi, BMG) und 2010 für seine Einspielung von Haydns Sinfonien. Mit dem Tafelmusik Orchestra hat er 2016 die Gesamtaufnahme der 9 Beethoven Sinfonien abgeschlossen.

Als Gründer und Künstlerischer Leiter des Musikfestivals KLANG & RAUM ( 1993 – 2011 ) im Kloster Irsee/ Allgäu hat Bruno Weil im Jahre 1993 ein internationales Forum für Konzerte auf Originalinstrumenten geschaffen, das alljährlich die Stars der Alten-Musik-Szene in von Publikum und Kritik enthusiastisch gefeierten Konzerten präsentierte. In Kalifornien leitete er bis 2010 eines der ältesten Musikfestivals der USA, das Carmel Bach Festival.

2011/2013/2015 dirigierte er Mozarts Da Ponte Zyklus bei der „Jungen Oper Weikersheim“ bei Jeunesses Musicales Deutschland in Weikersheim.

Von 2001 bis 2016 unterrichtete Bruno Weil als Professor für Dirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in München, seit 2015 ist er Professor für Dirigieren an der Universität Mozarteum in Salzburg und Leiter des Universitätsorchesters.

2013 erhielt Bruno Weil den Würth Preis der Jeunesses Musicales Deutschland. Im November 2016 hat er den Musikpreis der Stadt Duisburg erhalten.

Vor kurzem wurde er vom Bruckner Orchester Linz zum ersten Gastdirigenten gewählt.

Seit einiger Zeit arbeitet Bruno Weil an einer Stilkunde des 18. Jahrhunderts; er möchte mit dem Werk diese komplizierten Dinge auf einen verständlichen Nenner für den historisch interessierten Musiker bringen.
 

Assistenz Dirigierklasse / Assistants Conducting



Alexander Drčar, Schlagtechnik

Der gebürtige Münchner Alexander Drčar schloss das Studium Orchesterdirigieren bei Karl Österreicher an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien mit Auszeichnung ab. Anschließend wirkte er als Dirigent an Opernhäusern wie der Hamburgischen Staatsoper, der Volksoper Wien und dem Landestheater Linz. Im Konzert dirigierte Alexander Drčar das Niedersächsische Staatsorchester Hannover, das Bruckner-Orchester Linz, das NSO in Taipei/Taiwan, die Slowenische Philharmonie Ljubljana u.v.a. Intensive Beschäftigung mit neuer Musik. An der Universität Mozarteum Salzburg Assistent, Dozent und Gesamtkoordinator der Dirigierklasse, seit 2018 auch Leiter des Departments für Dirigieren, Chor- und Blasorchesterleitung.

Livia Hollo, Klavier

Wurde 1979 in Sibiu (Hermannstadt)/Rumänien geboren und begann ihr Studium mit 5 Jahren an der Musikschule in ihrer Heimatstadt. Sie studierte Klavier an der Universität Mozarteum in Salzburg bei Alexej Lubimov und besuchte Meisterkurse unter anderen bei Karl-Heinz Kämmerling.
Seit 2007 arbeitet sie an der Universität Mozarteum in Salzburg, zuerst in den Oboen-Klassen von Stefan Schilli und Günther Passin, Ralf Ebner und Susanne Schlusnus. Durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen hervorragenden Musikern wuchs ihre musikalische Erfahrung. So arbeitete sie mit Maurice Bourgue, Hansjörg Schellenberger und Irena Grafenauer. Auch Radovan Vlatkovic, Kammersängerin Grace Bumbry, mit der sie im Juli 2013 unter anderem in Berlin zusammen musizierte, beeinflussten sie, ebenso Barbara Bonney, Margit Anna Süss und Celine Moinet.
Livia Hollo ist regelmäßige Korrepetitorin in den Meisterkursen von Peter Gülke, Bruno Weil, Celine Moinet, Stefan Schilli, Emanuel Abbühl, Maurice Bourgue, Hansjörg Schellenberger.
Sie ist gesuchte Kammermusikpartnerin bei verschiedenen Projekten der Universität Mozarteum im In- und Ausland. Ihr Repertoire der Klassik ist umfangreich, ihre Liebe gilt auch dem Swing, Blues und Jazz. Livia Hollo ist Preisträgerin mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Fausto Quintabà, Klavier

Geboren 1977 in Palermo, erhielt Klavierunterricht bei dem Pianisten und Komponisten Marcello Biondolillo am dortigen Konservatorium „Vincenzo Bellini“.
Nach seiner Diplomprüfung mit Auszeichnung gewann er viele nationale und internationale Wettbewerbe.
Im März 2007 absolvierte er sein zweites Diplom im Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg bei Claudius Tanski mit Auszeichnung.
Immer öfter als Solist und Pianist für Neue Musik gefragt, konzertierte Fausto Quintabà in Österreich, Deutschland, Serbien, Kroatien, Belgien, Frankreich (Paris – Salle Gaveau), Niederlande (Amsterdam – Concertgebouw), Ungarn, Zimbabwe, Iran, Kolumbien und Italien u.a. unter der Leitung von Peter Wesenauer, Tito Ceccherini, Johannes Kalitzke, Gerhard Sammer, Francesco Angelico und David Danzmayr.
Als Korrepetitor arbeitete er zusammen mit Alois Brandhofer, Joseph Steinböck, Peter Langgartner, Ulrike Sych, Claudia Visca, David Frühwirth und bei der Sommerakademie Mozarteum mit Peter Gülke und Bruno Weil.
Als Solist trat Fausto Quintabà mehrmals mit Klavierkonzerten u.a. von Mozart, Beethoven, Hindemith, Schostakowitsch und Rachmaninov auf.
Seit September 2008 ist er Korrepetitor am Landeskonservatorium Innsbruck und seit Oktober 2015 zusätzlich in der Gesangsabteilung der Universität Mozarteum Salzburg.
Weitere Informationen:
www.faustoquintaba.com
 


Meisterklasse Dirigieren 2019


Kursrepertoire:

J. Haydn: Sinfonie Nr. 46 H-Dur Hob.I:46 (H.C. Robbins Landon/Doblinger)
D. Schostakowitsch: Kammersymphonie op. 110a
(nach Streichquartett c-moll op. 110) (Bearb. Rudolf Barshai/Sikorski)
G. Bizet: Adagietto F-Dur aus der L‘Arlesienne Suite Nr.1
W. A. Mozart: Sinfonie Nr. 33 B-Dur KV 319 (Bärenreiter/NMA)




Alle Teilnehmenden müssen sämtliche Werke vorbereitet haben!

Die Meisterklasse wendet sich an junge, doch bereits gut ausgebildete Dirigentinnen und Dirigenten.

Zeitgleich mit der Online-Anmeldung (inkl. Video-Link) ist ein Bewerbungsschreiben mit einer ausführlichen Beschreibung des bisherigen Studiums und wichtiger künstlerischer Aktivitäten an die Mail-Adresse summer.academy@moz.ac.at zu senden.

Anmeldeschluss: 1. Mai 2019

Die Teilnehmenden sollten eine der beiden Kurssprachen unbedingt beherrschen!

Die Teilnahmegebühr für diesen Kurs beträgt Euro 620,– .

Beschränkte Teilnehmerzahl! (12 Studierende)

Die Auswahl trifft Prof. Weil aufgrund der eingelangten Bewerbungen nach
Anmeldeschluss (1. Mai).

Das erste Treffen ist am Montag, 22. Juli 2019, um 10 Uhr.

An den ersten Tagen wird mit zwei Pianisten gearbeitet. Von 24. bis 27. Juli stehen die „Salzburg Chamber Soloists“ (http://www.salcsol.com/de/salzburg-chamber-soloists) als „Orchestra in Residence“ zur Verfügung.

Das Abschlusskonzert der Dirigierklasse findet am Samstag, dem 27. Juli, um 19.30 Uhr statt.


Assistenz Schlagtechnik: Alexander DRCAR

Pianisten: Livia HOLLO und Fausto QUINTABA