1. Kursperiode

Klavier

15.07.2019 - 27.07.2019

Robert Levin

Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch

Der Pianist Robert Levin hat in ganz Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien konzertiert. Als Solist ist er mit den Orchestern von Atlanta, Berlin, Birmingham, Boston, Chicago, Cleveland, Detroit, Los Angeles, Montreal, Philadelphia, Toronto, Utah und Wien auf dem Steinway aufgetreten, mit den Dirigenten Semyon Bychkov, James Conlon, Bernard Hai¬tink, Sir Neville Marriner, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle und Esa-Pekka Salonen.



Auf dem Hammerflügel hat er regelmäßig mit der Academy of Ancient Music, den English Baroque Soloists, der Handel & Haydn Society, den London Classical Players, dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem Orchestre Révolutionnnaire et Romantique zusammengearbeitet, mit den Dirigenten Sir John Eliot Gardiner, Chris¬topher Hogwood, Sir Charles Mackerras, Nicholas McGe¬gan, und Sir Roger Nor¬rington.

Seine improvisierten Ausschmückungen und Kadenzen im klassischen Repertoire haben Robert Levin weltweit einen Namen gemacht. Seine Aufnahmen sind bei den Firmen DG Archiv, CRI, Decca/London, Deutsche Gram¬¬mophon, Deutsche Harmonia Mundi, ECM, Klavierfestival Ruhr, New York Philomusica, Nonesuch, Philips und SONY Vivarte erschienen, unter anderem ein Mozart-Zyklus für Decca/London mit Chris¬topher Hogwood und der Academy of Ancient Music; ein Beethoven-Zyklus für DG Archiv mit John Eliot Gardiner und dem Orchestre Révolutionnaire et Roman¬tique (mit der Ersteinspielung von Beethovens Bearbeitung des Vierten Klavierkonzertes für Klavier und Streichquintett); und die sämtlichen Cembalokonzerte von Bach mit Helmuth Rilling, die Englischen Suiten (auf Steinway) und beide Teile des Wohltemperierten Klaviers (auf fünf Tasteninstrumente) im Rahmen der von Hänssler herausgegebenen Edition Bach-Akademie auf 172-CDs. 2006 veröffentlichte die Deutsche Harmonia Mundi eine Aufnahme von Klaviersonaten Mozarts auf Hammerflügel.



Als leidenschaftlicher Verfechter der Neuen Musik, hat Robert Levin zahlreiche Werke in Auftrag gegeben bzw. uraufgeführt, darunter Joshua Finebergs Veils (2001), John Harbisons Zweite Klaviersonate Sonata (2003), Yehudi Wyners Klavierkonzert Chiavi in mano (Pulitzer-Preis 2006), Bernard Rands’ Preludes (2007) und Thomas Oboe Lees Klavierkonzert (2007). Seine Einspielung des Gesamtwerks für Klavier von Henri Dutilleux wurde von ECM herausgegeben. 2013 kommt eine Gesamteinspielung der Werke Beethovens für Klavier und Cello mit Steven Isserlis auf historischen Instrumenten bei Hyperion heraus.
Robert Levins aktive kammermusikalische Laufbahn umschließt eine langjährige Zusammen-arbeit mit der Bratschistin Kim Kashkashian. Er tritt häufig mit seiner Frau, der Pianistin Ya-Fei Chuang, in Duo-Abenden und mit Orchester auf. Nach gut einem Vierteljahrhundert als Künstler und Lehrer am Sarasota Music Festival (Florida, USA) wurde er 2007 zum Nachfolger von Paul Wolfe als Künstlerischer Leiter des Festspieles.



Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Konzertkünstler ist Robert Levin ein beachteter Musiktheoretiker und Musikwissenschaftler und Autor mehrerer Artikel und Referate über Mozart. Levin ist Mitglied der Akademie für Mozartforschung; seine Ergänzungen von unvollendeten Werken von Mozart sind bei den Verlagen Bärenreiter, Breitkopf & Härtel, Carus, Peters und Wiener Urtext Edition veröffentlicht und weltweit auf Platten und in Konzerten aufgeführt worden. Seine Ergänzung der Messe in c-moll von Mozart, Auftragswerk der Carnegie Hall New York, ist dort im Januar 2005 uraufgeführt worden und seitdem auf CD aufgenommen und in aller Welt aufgeführt worden.
Robert Levin ist Präsident des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig und Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. 20 Jahre war er Dwight P. Robinson, Jr. Professor of the Humanities an der Harvard University.

 


Im Sinne der Neuausrichtung der Internationalen Sommerakademie, das Werk von W.A. Mozart stärker in den Mittelpunkt zu rücken, sind Studierende dieser Meisterklasse herzlich eingeladen, zumindest ein Werk von W. A. Mozart vorzubereiten.