1. Kursperiode

Klavier

15.07.2019 - 27.07.2019

Jacques Rouvier

Sprachen: Französisch, Englisch, Spanisch, (Japanisch, Deutsch)

Jacques Rouvier wurde am 18. Januar 1947 in Marseille geboren und begann seine musikalische Ausbildung mit vier Jahren bei einer privaten Klavierlehrerin. Mit 10 Jahren bestand er die Aufnahmeprüfung am „Conservatoire de Marseille“. Mit 14 Jahren schloss er sein Studium mit der Bestnote und einem 1. Preis in der Sparte Klavier ab und wurde am „Conservatoire National Superieure de Musique de Paris“ (CNSM) aufgenommen - der Schule, an der er nun seit 32 Jahren unterrichtet. Rouvier besuchte die Klasse von Aline Van Barentzen (die in Berlin bei Letschetitski studiert hatte).

Noch vor dem Abschluss des Grundstudiums im Jahr 1963 nahm Rouvier an einem internationalen Klavierwettbewerb („Jeunesses Musicales“) in Mallorca teil und gewann den 1. Preis. Zwei Jahre später schloss er sein Grundstudium mit der Bestnote ab, unter anderem mit Francois René Duchable und Anne Queffelec. Ab 1966 besuchte er fünf Jahre das sogenannte „Cycle de perfectionnement, anfangs bei Aline Van Barentzen, nach deren Rente bei Vlado Perlemuter und Pierre Sancan.

Er erhielt musikalische Impulse von wichtigen Persönlichkeiten wie Gyorgy Sebok, Paul Badura-Skoda, Jose Iturbi etc. Eine fantastische pädagogische Erfahrung hatte er mit Jean Fassina, einem ehemaligen Schüler des renommierten Heinrich Neuhaus, als Privatlehrer.

Im Jahre 1967 erhielt er mit dem Brahms-Streichtrio seinen Abschluss für Kammermusik, den er mit Valentin Erben teilte, dem Cellisten des Alban-Berg-Quartetts. Sein Lehrer war Jean Hubeau, ein wundervoller Pianist und Musiker. Es folgten ein 2. Preis beim Klavierwettbewerb Maria Canals (kein 1. Preis vergeben), ein 1. Preis beim Viotti-Klavierwettbewerb in Vercelli und ein Spezialpreis der „Fondation de la Vocation“. 1969 nahm Rouvier mit zwei Freunden am ARD-Wettbewerb in München in der Sparte Kammermusik teil und sie spielten im Finale. Ein Jahr darauf gründeten die Freunde ein festes Trio: Jacques Rouvier, Jean Jacques Kantorow (Violine) und Philippe Müller (Cello). Gemeinsam studierten sie auch im Aufbaustudium und musizierten 35 Jahre zusammen. 1971 erhielt Rouvier den 3. Grand Prix beim Marguerite-Long-Klavierwettbewerb in Paris.

Der letzte Wettbewerb, an dem er teilnahm, war im Jahre 1975: Er gewann beim Klavierwettbewerb „Européan Radios“ einen 2. Preis mit verschiedenen Spezialauszeichnungen. Im selben Jahr erhielt seine Komplettaufnahme von Ravels Werken den „Grand Prix du Disque“. Ab diesem Zeitpunkt nahm er etwa 40 CDs mit verschiedenen Firmen auf. Seine Aufnahmen mit Debussys kompletten Klavierwerken und Ravel- und Debussy-Sonaten für Klavier und Violine (mit Jean Jacques Kantorow) bei Denon und Erato gewannen ebenfalls einen „Grand Prix du Disque“.

Rouviers pädagogische Tätigkeit begann am CNSM im Jahre 1977. Eine Titelprofessur folgte 1982. Zwischen 1992 und 2000 unterrichtete er nebenbei als Gastprofessor am CNR Marseille Studenten im Aufbaustudium. 2006 folgte der Ruf als Professor an die UdK Berlin. Seit dem Jahr 2012 ist er Professor am Mozarteum Salzburg, außerdem unterrichtet er als Gastprofessor an der Geidai (Tokyo).
Unter anderem gehören folgende Persönlichkeiten zu seinen ehemaligen Studenten: Philippe Giusiano (2. Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau), Frank Braley (1. Preis Queen Elisabeth und Professor am CNSMDP), Yukio Yokoyama (3. Preis Chopin Wettbewerb Warschau), Claire-Marie Le Guay (3. Preis beim ARD-Wettbewerb München), Mami Hagiwara (1. Preis Genf ), David Fray, David Kadouch, Helène Grimaud, Arcadi Volodos etc.

Selbstverständlich ist er auch immer noch als Solist und Kammermusiker tätig. Rouviers Repertoire umfasst Musik aus allen Epochen, vorzugsweise vieles aus der klassischen Epoche und der französischen Musik und hunderte kammermusikalische Werke.