2. Kursperiode

Violine

29.07.2019 - 03.08.2019

Viviane Hagner

Sprachen: Deutsch, Englisch

Viviane Hagner gehört zu den profiliertesten Musikerinnen ihrer Generation. Die Berliner Morgenpost schwärmte: „… eine sorgsame und gleichzeitig brillante Geigerin. Ihr Spiel versteht, Nachdenklichkeit und Leuchtkraft aufs Eindringlichste zu mischen.“

Seit ihrem Debut als Dreizehnjährige mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta ist sie bei den großen Orchestern der Welt zu Gast, wie den Berliner Philharmonikern, den New Yorker Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra oder dem Leipziger Gewandhausorchester. Sie musizierte mit Dirigenten wie Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Bychkov, Chailly, Dutoit, Eschenbach, Maazel, Nagano, Zinman und Zukerman. Ein schneller Blick ins Repertoire der in Berlin lebenden Künstlerin reicht, um ihre Vielseitigkeit zu demonstrieren: Neben den etablierten großen Solokonzerten von Bach bis Berg finden sich im Repertoire von Viviane Hagner auch die Konzerte von Goldmark, Hartmann und Szymanowski, und aus den letzten Jahrzehnten Werke etwa von Gubaidulina, Lutoslawski, Penderecki.

2002 spielte sie die Uraufführung des Violinkonzerts von Unsuk Chin mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Kent Nagano. Das mit dem Grawemeyer Award ausgezeichnete Werk nahm sie anschließend mit Nagano und dem Orchestre Symphonique de Montréal auf; diese Aufnahme erschien 2009 bei Analekta. Im Mai 2012 erschien bei Capriccio der Live-Mitschnitt einer Aufführung des Violinkonzertes „TiefenRausch“ von Christian Jost, dirigiert vom Komponisten. 2017 spielte sie die asiatische Erstaufführung des 2.Violinkonzertes von Anders Hillborg.

Die passionierte Kammermusikerin spielt seit vielen Jahren im Duo mit ihrer Schwester, der Pianistin Nicole Hagner. Sie war zu Gast im Concertgebouw Amsterdam, im Berliner Konzerthaus, in der Londoner Wigmore Hall, dem Palais des Beaux Arts Brussels oder der Tonhalle Zürich. Festivaleinladungen führen sie zum Ravello Festival, dem Salzburger Oster-Festival oder dem Mostly Mozart Festival des Lincoln Center.

Zu den Höhepunkten der letzten Zeit zählen ihr Debüt mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas, dem Cleveland Orchestra unter David Zinman, eine USA-Tournee mit dem Orpheus Chamber Orchestra, mit dem sie u.a. ihr Carnegie Hall-Debüt gab, sowie Konzerte mit dem Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen in der Royal Festival Hall, beim Edinburgh Festival und beim Beethovenfest Bonn.

Viviane Hagner engagiert sich auch für die Vermittlung klassischer Musik an Zuhörer von ganz jung bis alt, denen ein Konzertbesuch sonst nur schwer möglich ist. Im Rahmen des von Lars Vogt ins Leben gerufenen Projekts „Rhapsody in School“ besucht sie Schulklassen, um sie zum Hören klassischer Musik zu begeistern oder zum Erlernen eines Instrumentes zu motivieren. Sie ist Mitgründerin und künstlerische Leiterin des Kammermusikfestivals Krzyzowa Music in Niederschlesien. Von 2009 bis 2012 war sie Professorin für Violine an der Universität der Künste Berlin. Seit 2013 ist sie Professorin an der Staatlichen Musikhochschule Mannheim.

Foto: ©Timm Koelln