Ausstellung
Metamorphose
Vernissage zur Ausstellung von Leah Camilla Rusch und Sophie Gruber
24.05.2021|19:30
Viaduktbogen Nr. 25 | Ing.-Etzel-Straße 65 | 6020 Innsbruck
event gallery
Eine Veranstaltung von: Universität Mozarteum
Ausstellungsdauer: 26.05. – 06.06.2021
Öffnungszeiten: Mi – So, 18.00 – 20.00 Uhr

Link zum virtuellen Modell der Ausstellung unter: www.bildnerische.at
Metamorphose ist eine gemeinsame Ausstellung der Künstlerinnen Leah Camilla Rusch und Sophie Gruber, beide sind Studierende des Mozarteums Salzburg, Standort Innsbruck. In der Ausstellung sind Fine Art Prints, Skulpturen, Objekte und Installationen zu sehen.

Die Arbeiten von Leah Camilla Rusch sind Momentaufnahmen, halten Ist-Zustände fest und dokumentieren das Unscheinbare im Augenscheinlichen. Sie zeigen das Feine und Filigrane im Großen und Groben. Die Künstlerin führt Schnappschüsse aus dem Leben und Etappen der Entwicklung vor Augen und widmet sich dem Kreislauf von der Entstehung über Verwandlungen bis zum Tod und Zerfall. Flüchtige Augenblicke der Umwandlung werden eingefroren und fordern dazu auf, mit ruhigem Blick betrachtet zu werden. Seien es die feinen Drahtgeflechte, die einen Kokon formen, zarte Risse, die den Asphalt sprengen oder der Rost, der sich unbeirrt seinen Weg bahnt.

In Sophie Grubers Arbeit nimmt die Metamorphose als Transferprozess Form an, als eine Verwandlung und Entstehung von Neuem. Die Künstlerin sucht den Transfer des Organischen in den klar umrissenen und durchkalkulierten Raum des Künstlichen. Etwa wenn sie menschliche, fleischliche Motive wählt und durch die Synthese eines künstlichen Körpers etwas äußerlich Verwandtes, jedoch spürbar Fremdartiges kreiert. Diese Umwandlung und die dabei entstehenden Übersetzungsfehler führen zu bizarr geglätteten Konstrukten, deren kühle Distanz jede Annäherung unmöglich scheinen lässt. Es besteht eine Verwandtschaft zum Natürlichen, die eher irritiert, als versöhnt.

Leah Camilla Rusch ist 1998 in Dornbirn (Vorarlberg) geboren. Im Herbst 2017 zog sie nach Innsbruck, um dort Bild-nerische Erziehung, Geschichte und ab 2019 Werken auf Lehramt zu studieren. Mit ihren filigranen Arbeiten aus Draht, Ton und Metall lädt sie dazu ein, das (vermeintlich) Unscheinbare in Augenschein zu nehmen.

Sophie Gruber ist 1998 in Schwarzach im Pongau (Salzburg) geboren. 2016 hat sie ihr Studium in Innsbruck begonnen, seit 2017 studiert sie Bildnerische Erziehung am Mozarteum. In ihrer künstlerischen Arbeit nähert sie sich, aus-gehend von einem vorerst malerischen Zugang, zunehmend digitalen Techniken wie 3D-Simulationen. Gleichzeitig sucht sie die Schnittstellen zu weiteren Disziplinen und übersetzt digitale Texturen in reale Materialien für skulpturale und installative Arbeiten. Als zentraler Inhalt hebt sich der Transfer vom Natürlichem und Nahbaren zum Künstlichen und Distanzierten hervor.