Ausstellung
Interaktive Ausstellung von Petronella Rieder und Larissa Mark
11.06.2021|19:00-21:50
16.06.2021|15:00-17:50
20.06.2021|14:00-16:50
24.06.2021|17:00-19:50
27.06.2021|10:00-11:50
Viaduktbogen Nr. 25 | Ing.-Etzel-Straße 65 | 6020 Innsbruck
event gallery
Eine Veranstaltung von: Universität Mozarteum
Nähere Informationen unter: www.bildnerische.at
Mit der Ausstellung versuchen die zwei Künstlerinnen Rieder und Mark, die Betrachter*innen einzuladen an ihrem Kunstwerk mitzuwirken.

„Kunst verbindet. Kunst verlangt nach direkter analoger Betrachtung. Kunst existiert, so Rieder, nur in unmittelbarer direkter Auseinandersetzung mit dem Werk und folglich mit dem*der Künstler*in.“

Die Anmutung der Ausstellung entsteht in den Augen der Betrachter*innen. Kunst braucht das Publikum!

„Ein Kunstwerk, so Mark, ist eine Art Kommunikation, eine auf Resonanz hoffende Ausdrucksform.“

Die Beziehung zwischen den Kunstwerken und der Betrachter*innen soll daher direkt, und nicht „gefiltert“ zustande kommen. Der spürbare Mangel an unmittelbarer Kunsterfahrung des letzten Jahres, veranlasste Rieder und Mark zu dieser Form der Ausstellung. Eine Ausstellung, die den Bezug zu Betrachter*innen in den Mittelpunkt stellt. Die Kunst entsteht im Moment des Agierens der Ausstellungsbesucher*innen: Sie haben die Möglichkeit „ihren Standpunkt“ im Raum zu wählen und diesen mit einem Klebefolienkreis, 30 cm Durchmesser, zu fixieren. Allein auf diesem Punkt verharrend und beobachtend. Hier eröffnet die gewählte Entfernung der Kreise Handlungsraum. Um dem Raum eine Struktur vorzugeben, dienen Absperrständer mit Gurten, die sehr wohl Bereiche unterteilen, aber im Gegensatz zu strikten, richtungsweisenden Absperrungen eines Personenleitsystems, die Fläche als Ganzes auflösen und Rückhalt bieten. Die Räume in der Bogenmeile 25, als Zwischennutzung im halböffentlichen Raum, stellen in ihrem fragmentarischen Rohzustand, eine Herausforderung dar, auf die sich die beiden Künstlerinnen Rieder und Mark einlassen und so kann die Ausstellung mit dem Raum eine Symbiose bilden. Die Raumbespielung konnte in Kooperation mit der Super Initiative und der ÖBB stattfinden.

Petronella Rieder (*1968, Schwaz in Tirol, Österreich) fertigt digitale Bilder, Fotos, Skulpturen und Installationen an. Indem Rieder die Trennung zwischen den Bereichen der Erinnerung und der Erfahrung durch die Thematik Zeit aufhebt, waren ihre bisherigen Arbeiten meist als ästhetische Serien zu betrachten. Allenfalls die Rauminstallation „untext“, konnte betreten und somit durch eine dreidimensionale Wirkung einer Raumlosigkeit am eigenen Körper erfahren werden.

Larissa Erika Mark (*1997, Zams in Tirol, Österreich) arbeitet in verschiedenen Medien wie Bildhauerei, Malerei und Grafik. Ihre Arbeitsweise ist experimentell, prozesshaft und intuitiv. Der künstlerische Prozess läuft nicht einem strukturierten Plan ab, sondern geht verschiedenen Techniken nach. Durch das Entstehen von Unerwartetem oder das Reagieren auf etwas Vorhandenes, gelangt sie auf verschiedenste Weise Schritt für Schritt zu ihren fertigen Werken. In ihren Arbeiten finden die Betrachter*innen alltägliche Gegenstände, zum Beispiel eine Luftpolsterfolie in ihrer Rauminstallation “Game Over“.
Einlass zur interaktiven Ausstellung zu jeder vollen Stunde
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