17.05.2022

Aufbruch zu einer selbstbestimmten künstlerischen Reise:
With Dylan On The Road

Studieren ist in jeder Hinsicht auch ein Unterwegssein! Mit dem Projekt With Dylan On The Road bietet die Universität Mozarteum gemeinsam mit The International Society of Mozarteum University Salzburg Studierenden die einzigartige Gelegenheit, sich in Zweierteams auf Reisen zu begeben, um von Bob Dylan inspirierte Kunstprojekte zu entwickeln. Am 24. Mai, Bob Dylans Geburtstag, werden 18 junge Künstler*innen in der Studierendenlounge der Universität Mozarteum im Rahmen einer Farewell-Party, bei der die Projektideen präsentiert werden, offiziell verabschiedet.

I was born very far away from where I’m supposed to be,

and so I’m on my way home.

Bob Dylan, No Direction Home

Südafrika, USA, Mexico, Lateinamerika, Europa. Die Reiseziele der Studierenden, die sich ab Juni für ein bis drei Monate in Zweierteams auf Reisen begeben werden, sind genauso vielfältig wie die interdisziplinären künstlerischen Vorhaben, die am 24. Mai um 15 Uhr in der Studierendenlounge der Universität Mozarteum vorgestellt werden. Inspiration für die Vorhaben lieferte kein Geringerer als Bob Dylan (*1941), der sich als Musiker, Dichter, bildender Künstler, Filmemacher und Produzent selbst in vielfältigen künstlerischen Genres bewegt. Sein Werk hat Spuren in allen Bereichen der globalen Kultur hinterlassen und Kunstschaffende auf unterschiedlichste Weise beeinflusst und geprägt: Bob Dylans Schaffen nimmt seit Beginn an bestehende Formen, Genres und Konventionen auf, transzendiert und verwandelt sie.

Das Projekt With Dylan on the Road, das durch Reisestipendien der The International Society of Mozarteum University Salzburg ermöglicht wurde, versteht Dylans Werk und Biografie als „Flaschenpost“, die in den Ozeanen aus Rock, Folk, Blues und Pop und immer im „old, weird America“ (Marcus Greil) treibt. Einmal gefunden, lädt sie zur Auseinandersetzung und zum inspirierenden Dialog im Rahmen selbstbestimmten künstlerischen Schaffens ein. Die Formate der künstlerischen Auseinandersetzung sind für die Studierenden daher frei und bewegen sich zwischen Musik, Theater, Film, Text, bildnerischer Kunst und Interdisziplinärem.

Die Projekte

Wie klingen Bob Dylans Werke mit spieltechnisch aktuellen Percussive Fingerstyle Elementen? Ist Afrika ein „Dylan-Vakuum“? Das Ziel von Felix Buschbeck und Angus Garway-Tempelman, die eine Reise nach Südafrika antreten werden, ist das Verfassen einer kleinen Percussive Fingerstyle-Schule.

In Anlehnung an Bob Dylans „Never Ending Tour“ begeben sich Isabella Heigl und Augustín Castilla-Ávila als „Neverendingartist“ auf eine Reise durch die USA und Mexico, um dort transdisziplinäre Performances aufzuführen. Dabei wird die Reise selbst zur Performance. Das als niemals endende „Performance“ gedachte Projekt soll ein ständiges Nachdenken über das eigene Tun und das Selbstverständnis als Künstler*in sein. Die Erlebnisse werden in Buchform publiziert.

Reboot der Never Ending Tour durch Europa. Magdalena Hofer und Samuel Obernosterer schaffen mithilfe zweier Smartphones ein rhythmisch-fragmentarisches Reisetagebuch. Wer ist dieser mystische Poet Bob Dylan? Welcher ist der beste Bob Dylan Song? In der Interaktion mit lokalen Fan-Strukturen werden Anekdoten gesammelt und Stimmungen eingefangen.

Wie viel Bob Dylan lässt sich in Lateinamerika finden? Welche Rolle spielt Bob Dylan in Lateinamerika? Im Fokus von Elena Lengauers und Leonie Lindingers Reiseroute, angelehnt an Bob Dylans Tourdaten der 90er-Jahre, stehen Begegnungen mit Menschen vor Ort, deren individuelle Zugänge zu Bob Dylan in Collagen einfließen. Eindrücke und Begegnungen werden fotografisch, filmisch, zeichnerisch, malerisch sowie sprachlich festgehalten und münden in einem Video-Essay.

Bob Dylans Song „Blowin' In The Wind“ steht im Mittelpunkt der Reise von Gerlinde Radler und Monika Jandl durch den Süden Europas. Ziel ist ein Raum, in dem gesammelte Fotos, Skizzen und Interviews in Form einer Videoinstallation gezeigt werden. Befüllt wird er mit Botschaften und Missionen von Kunstschaffenden und Menschen, die im Kunst- und Kulturbetrieb tätig sind. Ein mobiler Ausstellungsraum wird die beiden begleiten.

„Walkin‘ along in spanish boots“ ist der Projekttitel von Lara Schnepf und Lukas Stangl, die sich zu Fuß mit „boots of spanish leather“ auf eine Reise durch die Normandie begeben. Die beiden Lieder bilden die Grundlage für das Projekt. Der Weg führt, mit Zelt, über alte Bahngleise und Küstenwanderwege. Er gibt Einblick in das Leben eines Landstreichers wie im Song „Walkin‘ down the line“. Fotografie, Video und ein Skizzen-/Tagebuch dienen der künstlerischen Umsetzung.

“The Times They Are A-Changin’” - „Die Zeiten ändern sich (jetzt)“ Paulina Maike Strobel und Alina Hausmann nehmen den Songtitel als Basis ihrer Fragenstellung: Wie können wir künstlerisch zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie der Klimakrise Stellung beziehen? Auf ihrer Reise besuchen sie Orte, an denen sich große klimapolitische Konfliktthemen manifestieren.

Bob Dylans Song „Boots of Spanish Leather“ steht auch im Zentrum der Reise von Antigoni Baxe und Zuzanna Wężyk. Der Song soll analysiert, neu produziert und interpretiert werden. Das Musikvideo dazu wird auf der Reise an Orten entstehen, die auch Bob Dylan besungen hat. Neue Gitarren-Arrangements für „klassische“ Gitarre und kleine, spontane Konzerte werden das Projekt sowie die Reise bereichern.

Mit der Textzeile „Wait only for my boot heels to be wandering” begeben sich Clara Schmutter und Henry Schlage auf eine Reise durch Deutschland, auf der Menschen beobachtet und Orte und Strukturen analysiert werden. Die beiden versuchen, Deutschland im „Bob Dylan Way“ zu erschließen. Nicht die Dokumentation einer Reise, sondern eine Poetisierung von Menschen, Orten und Momenten steht im Zentrum.

 

Termine:

24. Mai 2022, 15:00 Uhr Farewell Party und Präsentation der Reisevorhaben und Projektideen

Studierendenlounge, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

Im Anschluss daran lassen wir den Nachmittag im Mirabellgarten unter dem Motto „bring your guitar along“ ausklingen.

13. bis 16. Oktober Projekt-Präsentationen im Rahmen von Jazz & The City Salzburg

14. und 15. Oktober 2022, Symposium, Universität Mozarteum, Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

Orte und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben

 

Informationen zur The International Society of Mozarteum University Salzburg

http://society-mozarteum.university/


 

Pressebilder



Augustín Castilla-Ávila & Isabella Heigl


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