Gerhard Rupert Pirklbauer

ao. Univ.Prof.
* 1954     
Ao.Prof. MMag. Dr. Gerhard Rupert Pirklbauer hat an der Universität Mozarteum Salzburg studiert und von 1983 bis 2019 ebendort unterrichtet. 1983 Hochschulassistent für Tonsatz und Klavier am Department für Musikpädagogik;1989 Assistenzprofessor; 2000 Dozent/ao. Univ.Prof. für Tonsatz am Department für Dirigieren, Komposition und Musiktheorie. 1983 bis 1999 aufwändige Mitgestaltung beim Aufbau u. Implementierung des Instrumental(Gesangs-)pädagogik Studiums (IGP) des Departments für Musikpädagogik. Initiierung auch des Media-Labs mit MIDI Instrumenten und Musik-Computern nach der Mozart-Landesausstellung 1991, die er zusammen u.a. mit dem späteren Rektor Klaus Ager ausrichtete. Geboren 1954 in Salzburg (genau 250 Jahre nach dem Todestag von Heinrich Ignaz Franz Biber, für dessen Oper Arminius -qui la dura la vince er 1981 den Generalbass ausgesetzt hat). Aufgewachsen in Trimmelkam, Oberösterreich, wo der Vater (Siegfried Pirklbauer,1929-2019, Techniker und Jurist) Direktor des Salzachkohle-Bergwerkes war. Auch die Mutter (Luise Pirklbauer, geborene Buxbaum, 1929-2014) und ihre böhmischen Vorfahren waren musikalisch (u.a. auch Kapellmeister). Der Vater spielte damals schon zwei grundverschiedene Stile ganz passabel am Klavier: klassische Musik (Sonaten der Ersten Wiener Schule) als auch nach seiner Rückkehr 1955 aus den USA Musicals/American Songbook. Erster Klavierunterricht vom Vater: andere echte Klavierlehrer im Dorf hat es nicht gegeben! Wenig Technik und kaum Notenkenntnisse: zur Kompensation begann er schon in früher Volksschulzeit nach Gehör herumzuspielen (und zu improvisieren). 1964 bis 1972 besuchte er die höhere Internatsschule des Bundes (BEA) Saalfelden. Neben Klavier (durchgehend) in der Oberstufe auch Unterricht in klassischer Orgel (auf Hammond C3 mit Vollpedal) resultierte im Gottesdienstspiel aber auch Improvisationen im Classic-Rock Stil. Autodidaktisch auch Gitarre und Elektrogitarre - die Spielweisen (vor allem der Elektrogitarre) waren damals neuartig. So wird er Gitarrist und Bandleader des Quartetts Reflexion Music. 1971 gibt es ein unerhörtes Open Air Concert mit Musik und Texten dem damaligen (1968er) Philosophen im Schulhof. Mit Studienbeginn in Salzburg Interesse für Neue Musik und Jazz neben einer beständigen Liebe zu Barock, Klassik und Romantik. Im August 1972 improvisierte er mit Friedrich Gulda in der Szene der Jugend. Dessen Rat: Geh nach Wien! Der Vater war dagegen und schlug den Deal vor: Studium in der Mozartstadt: Jura- und dann darfst Du auch Musik. Also: so gut das geht parallel. Die schnelle Promotion 1977 in Rechts- und Staatswissenschaften ermöglichte nach Tonsatz und Musiktheorie (zuerst als a.o. Hörer an der Hochschule) das intensivierte Voll-Studium Komposition 1976-1980 bei Helmut Eder mit Diplomabschluss, parallel dazu auch drei Jahre Dirigieren (ohne Abschluss) bei Gerhard Wimberger. Ergänzungsstudium: Magister artium (1986) mit Anrechnung von Vorstudien Musikwissenschaft und Italienisch (1979-1981). Seine Klavierlehrer in Salzburg waren Laszlo Pogany und Dr. Karl Wagner. Ab 1973 Jazz-Kurse in Burghausen (Leitung: Joe Viera); in Salzburg bei Wolfgang Pillinger, Carl Drevo und Rudi Wilfer, Adelhard Roidinger und 1987 sommerakademisch bei Herbie Hancock. Als Organist der Jazzgruppe Areopag (bereits im Herbst 1973) im Kolpinghaus Salzburg einen lokalen Bandwettbewerb gewonnen. 2. Preis beim internationalen Kompositionswettbewerb 1979 der Hochschule Mozarteum zusammen mit der Stiftung Mozarteum und dem ORF Salzburg. Beim Wettbewerb für elektronische Orgel/Improvisation Yamaha Electone Festival 1982 2. Preis. 10 Jahre Lehrer für Klavier, Korrepetition und Musiktheorie für das oberösterreichische Landesmusikschulwerk; 20 Jahre Sonntagsorgelgottesdienste in Riedersbach, Oberösterreich. 1977/78 Gründungsmitglied sowohl der ASPEKTE Salzburg als auch der COOPERATIVE für Computermusik. Seit 1978 Pianist einer Kabarettserie (mit Werner Friedl u.a.) beim ORF Salzburg als auch musikalischer Begleiter von Azuka Tuburu. Begleitung von Liederabenden, Gospels, Spirituals, Afrikanische Musik. In den 1980ern: Live-Elektronik-Improvisation mit MIDI Instrumenten, Synthesizern und Samplern, Vorführungen und Lehrerfortbildungsveranstaltungen, Livekonzerte und Improvisationen. CD mit Wolfgang Roscher, CD (1995) mit Jazzquartett (Akustischer Jazz) Special Event; spielte auch zur Eröffnung des Neuen Mozarteums 2006. Werbemusik (Clip) (erster Preis) für die Firma Kässbohrer zur Alpine-Ski Weltmeisterschaft Saalbach 1991. Klavier-Live-Improvisationen zu Kino-(Stummfilmen)=Langfilme: Metropolis, The Track of 98, Orlacs Hände, South (Antartik-Expedition 1919 Sir Ernest Shackleton); 2012: Salzburger Pfingstfestspiele: Cleopatra 1912 (mit Helen Gardener); 2019 Stefan Zweig Zentrum: live Filmvertonung Amok - Roman von Stefan Zweig, russ. Film 1927- Wiederholung. Schon drei Jahrzehnte lang: Laurel & Hardy-Kurzfilme. Arrangements für das deutsche und japanische Fernsehen (Eurovision; u.a. Weihnachtskonzert von Ernst Haefliger). Jurymitglied 1995 und Präsident 1997 beim Internationalen Klavierwettbewerb in Epinal, Frankreich. Mitwirkung in der Selbstverwaltung der Universität Mozarteum Salzburg: Abteilungskollegium, Gesamtkollegium, Berufungskommissionen, Habilitations-Kommissionen, Studienkommissionen; in beiden ministerielle Arbeitsgruppen: zum Kunstuniversitätsorganisationsgesetz als auch zum Kunstuniversitätsstudiengesetz. Langjähriger Mittelbau-Vertreter des Mozarteums in der Bundeskonferenz (BUKO), Fachbeirat für Musiktheorie am Salzburger Musikschulwerk (Musikum), Betriebsrat, (Ersatz)Mitglied der Schiedskommission u.a.. Kompositionen: Orchesterwerke: Divertimento Mozarteum, Konzert für Saxophon und Orchester, Missa Brevis Polystilistica. Lieder, Songs (Texte u.a. von Georg Trakl und Josef Hofmann) Kammermusik für zwei bis zwölf Spieler, Klavier zu vier Händen, Gospels, Spirituals u.a. Aktivitäten mit Azuka Tuburu (Sopran), Internationale Auftritte (Liederabende, Gospel, Improvisation, Neue Musik und Jazz): Klassik: MUSON- Festival im April 1999 in Lagos (Nigeria), im Juni 2000 beim Festival in Bellapais Nord- Zypern; Dezember 2001 mit Universitätschor (Thamassat) und Solisten in Bangkok. CDs nach 2000: 1) CD Produktion 2004: Interpret: Azuka, Titel: Ebi Ebi/Itemala; arrangiert und produziert v. Peter Arnesen. 2) CD Produktion 2005: Azuka Sings Jazz 17 Titel 3) CD Produktion 2005/2006 Azuka Sings Gospels and Spirituals.