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Ion Marin, Univ.Prof.


Inhaber der Claudio Abbado-Stiftungsprofessur
gestiftet von der Hans Gröber-Stiftung, Vaduz

  • Mirabellplatz 1
  • 5020 Salzburg

Ion Marin zählt zu den wenigen Dirigenten, die sowohl in der symphonischen Musik als auch im Bereich der Oper international bekannt sind. Er ist regelmäßig zu Gast bei den bedeutendsten Opernhäusern der Welt – darunter der Metropolitan Opera, dem Teatro alla Scala, der Deutschen Oper Berlin, der Bayerischen Staatsoper und der Opéra National de Paris – und hat alle großen europäischen Orchester dirigiert – darunter die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das Orchestre National de France, das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia und die St. Petersburg Philharmonic. Er tritt regelmäßig in Japan auf, wo er das NHK Symphony Orchestra und das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra dirigiert. 2019 wurde er zum künstlerischen Leiter des neu gegründeten Philharmonischen Orchesters der Europäischen Union ernannt.

In der Saison 2019/20 arbeitete er mit Lang Lang, dem San Francisco Symphony Orchestra sowie mit dem Jazzpianisten Chick Corea zusammen. Zudem trat er mit dem Orchestra National de France, den St. Petersburg Philharmonic und den Shanghai Symphony auf. Seit 2014/15 ist er Hauptgastdirigent der Hamburger Symphoniker.

Seine Diskographie mit über 40 Titeln, die bei Deutsche Grammophon, Decca, EMI, Sony und Philips veröffentlicht wurden, brachte ihm drei Grammy-Nominierungen ein, den Diapason d'Or und den German Recording Critics Award. Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen das Waldbühne-Konzert mit Renee Fleming und den Berliner Philharmonikern, Beethovens Violinkonzert mit David Garrett und dem Royal Philharmonic Orchestra sowie Bruchs Violinkonzerte mit Guy Braunstein und den Bamberger Symphonikern. 2012 erhielt er den ECHO Klassik Award in der Kategorie Bestseller.

Ion Marin ist bekannt für seine kreativen, engagierten und innovativen Programme sowie für sein breites symphonisches und vokales Repertoire. In jüngster Zeit konzertierte er mit dem London Symphony Orchestra, den St. Petersburg Philharmonic und dem Radio Symphony Orchestra Berlin, die sich auf die Musik von Gustav Mahler fokussierten. Zu den Solisten, mit denen er regelmäßig auftritt, gehören Martha Argerich, Yo-Yo Ma, Frank Peter Zimmermann, Maxim Vengerov, Gidon Kremer, Hélène Grimaud, Placido Domingo, Angela Gheorghiu und eine Reihe anderer führender Instrumentalisten und Sänger. Er hat auch mit Isaac Stern, Mstislav Rostropovich und Alexis Weissenberg zusammen gearbeitet.

Der in Rumänien geborene Ion Marin studierte Komposition, Klavier und Dirigieren an der George Enescu Music Academy und an der Universität Mozarteum Salzburg. Er studierte zudem  Philosophie und Religionsgeschichte. 1986 ging er nach Wien, wo er während Claudio Abbados Amtszeit (1987–1991) Resident Conductor der Wiener Staatsoper wurde und mit einigen der führenden Sänger zusammenarbeitete, darunter Luciano Pavarotti, Agnes Baltsa, Hermann Beute, Nicolai Ghiaurov, Giuseppe Taddei, Edita Gruberova, Gundula Janowitz, Mirella Freni und José Carreras. Zudem bereicherte die Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan und Carlos Kleiber sein Schaffen.

2012 initiierte er in Rumänien die Projekte Cantus Mundi und Symphonia Mundi, die sich der Bildung und sozialen Integration benachteiligter Kinder durch Musik widmen. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Lugano in der Schweiz.